Galerie Netzwerk 

neustrasse 10 trier

 

 

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 im Rahmen der Veranstaltung Lab Zukunft - Netzwerken für Trier und Umwelt.

 

Fotoausstellung

 

Michael Thielen

Trier von seiner schwarzen Seite

 

Vernissage: Freitag, den 12 Juli 2019   19.00 Uhr

bis zum 27 Juli 2019

 

Öffnungszeiten:

Dienstag, Donnerstag, Freitag  von 16.00 bis 20.00 Uhr

Samstag :  von 13.00 bis 19.00 Uhr

 

 

 

LAB ZUKUNFT

vom 27 Juni bis 27 Juli 2019

jeder ist eingeladen, mitzumachen, sich einzubringen, seine

Anliegen vorzutragen, seine Ideen an die Pinwand zu heften

 

teilnehmen, sich äussern, diskutieren

 

vom 27 Juni bis 27 Juli 2019

 

LAB Zukunft - Netzwerken für Trier und Umwelt

 

 

Die Galerie Netzwerk sieht sich der Nachhaltigkeit verpflichtet

 

 

 

 

Eine der Charakteristika der Galerie Netzwerk ist es, dass wir uns immer Freiräume erhalten wollen, in der Planung und in der Auswahl unserer Aktivitäten. So legen wir die Themen und Eröffnungen der geplanten Ausstellungen immer nur grob fest. Das Hauptaugenmerk unserer Veranstaltungen liegt natürlich auf der künstlerischen Auseinandersetzung, allerdings war es aber auch von Anfang an geplant, andere Themenbereiche wie Architektur, Stadtplanung und Umweltschutz aufzugreifen. Klimaschutz ist gleichfalls unser Thema, schon seit Jahrzehnten, und nicht erst seit den jüngsten Bewegungen.

 

 

In einer neuen Zeit der digitalen Schnelllebigkeit und großen globalen soziopolitischen Veränderungen sollte man seine Ideen und Zielsetzung stetig hinterfragen und neu ausrichten. Auch wenn das Erscheinungsbild der Galerie nach außen hin dadurch eventuell sprunghaft erscheinen und erstaunen mag, so nehmen wir dies gern in Kauf. Wir schätzen unsere Unabhängigkeit und leiten die Galerie Netzwerk im Herzen der Stadt mit einer großen Leidenschaft für die Kunst und die Lebensqualität,  Lebensfreude! Trier, seine Kultur und Bürger liegen uns am Herzen - wir wollen etwas bewegen, denn die Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft geht uns alle etwas an. Wir alle sollten jetzt mitreden, diskutieren und aktiv werden.

 

 

Junge Menschen haben zum Glück angefangen, Dinge in die Hand zu nehmen. Die Klima-Aktivistin Greta Thunberg und ihre Bewegung Fridays for Future wurden gerade von Amnesty International als „Botschafter des Gewissens“ ausgezeichnet, eine großartige Ehrung, die anspornt. Eine Wegweisung, nicht weiter wegzuschauen.

Unsere Erde hat begrenzte Ressourcen - Fragen des Wachstums und Wohlstands müssen überdacht werden. Bewusst leben und handeln sollten selbstverständlich werden.  Wobei die Antworten und Lösungen nicht eindeutig sind. Was können wir als Einzelne und als Gemeinschaft dafür tun, dass durch die Auswirkungen unserer jetzigen Lebensweise den nächsten Generationen eine noch einigermaßen intakte Umwelt bleibt? Wie können wir Politiker und  Wirtschaft dazu bewegen, nicht nur kurzfristig und alternativlos zu entscheiden? Was kann eine Stadt tun?

 

 

„Die größten Umweltprobleme sind Egoismus, Gier und Gleichgültigkeit! Um mit ihnen fertig zu werden, brauchen wir einen kulturellen und spirituellen Wandel. Und wir Wissenschaftler wissen nicht, wie man das macht.“

 

Gus Speth, Professor für Umweltpolitik und Nachhaltige Entwicklung, Yale Universität (USA) und Chefberater der Nationalen Umweltkommission unter Carter und Clinton

 

 

 

DIE GALERIE NETZERK NIMMT STELLUNG

 

 

Eine neue Aktion ist geplant, mit dem Ziel sich spielerisch, künstlerisch und auch dokumentarisch mit dem Thema „Zukunftsgestaltung der Stadt Trier“ auseinanderzusetzen. Was können wir als Bürger direkt tun? Wir wollen etwas bewegen mit Freude an Veränderung!

 

Akteure jeglicher Couleur werden eingeladen, seien es Künstler, Schriftsteller, Vereine, Parteien, Organisationen, Stadtverwaltung, Stadtbezirke, Bürgerbewegungen, ... ihre Meinung kundzutun, darzustellen, ihre Ideen, Ziele, Perspektiven, Projekte, Bestimmungen und Forderungen. Gerade auch die Stadtverantwortlichen sind eingeladen. Dies kann geschehen in Form von Schriften, Zeichnungen, Fotos, Broschüren, Dokumenten, Liedtexten, Bildern ... 

 

Dokumente können abgelegt, ausgestellt werden und die Wände der Galerie dienen der Gestaltung: Hier ist alles erlaubt, was gefällt und sinnvoll ist, es darf gemalt, gezeichnet, geschrieben, geklebt werden.

Ein lebendiger Prozess soll stattfinden, er darf kontrovers sein, hinterfragen, provozieren, informieren. Die einzelnen Beiträge sollten ausgewogen in ihrer Größe sein.

 

 

Eine traditionelle Vernissage wird nicht stattfinden, da wir mit leeren Wänden die Aktion am 27. Juni 2019 sanft beginnen. Während den anschließenden vier Wochen sind wir dann auf das Mitwirken einer interessierten Bürgerschaft angewiesen.

 

Gezeigt werden dürfen auch Fotos von Trier, ältere wie auch aktuelle - eine kunstvolle Note dürfen sie gerne ausstrahlen. Hauptaugenmerk liegt aber schon im Wandel und den Zukunftsideen, eine traditionelle Stadt wie Trier sollte sich zukunftsorientiert und nachhaltig geben.

 

Individuelle Abende, Vorträge, Präsentationen, Projektionen können gerne organisiert werden. Vereine, welche sich mit dem sozialen, urbanen und kulturellen Leben beschäftigen, dürfen die Räume nutzen, um sich vorzustellen. Auch wenn das Ganze eher kurzfristig ins Leben gerufen wird, so bleibt die Spontanität und der Versuch, einen ersten Schritt zu tun, um zu schauen, ob solche Aktionen überhaupt Sinn machen. Wir glauben daran, dass es der richtige Moment ist, Menschen zusammenzuführen, die konkret an der Mitgestaltung unserer Stadt Interesse haben. 

 

 

So sehen wir die Hauptaufgabe der Aktion auch hauptsächlich darin, die verschiedenen Akteure aus ihren jeweiligen Ecken herauszulocken und zu schauen, ob man eine gemeinsame Plattform entwickeln kann, auf der Synergien wachsen können.

 

Mitmachen darf, kann, sollte jeder, der etwas zu sagen hat, der etwas zeigen möchte, was seiner Meinung nach der Zukunft der Stadt von Bedeutung sein könnte. Die Lust am Mitmachen, der Wunsch sich einzubringen - die Galerie Netzwerk bietet, gemäß ihrem Namen, den Raum zum Austausch von kontroversen Meinungen, von festgefahrenen Denkmustern sich loszulösen.

 

 

Die individuellen Arbeiten sollten einen überschaubaren Rahmen nicht überschreiten. Um einen ausgewogenen, angemessenen Querschnitt an Ideen zu garantieren, wird gemeinsam über die Anbringung an den Wänden / Projektionen nachgedacht, auch damit sich eine interessante dichte Ausstellung entwickeln kann. Wir mögen kein allzugrosses Regelwerk ...

 

Es ist ein Experiment und Neuland - eine spontane, wie wichtige Aktion, die uns sehr am Herzen liegt. Die Galerie war immer auch als Labor konzipiert, wo sich Ideen und Prozesse entwickeln können. Und der Name Netzwerk sollte auch immer Programm sein, Menschen, Generationen und Institutionen zusammenzubringen.

 

 

Und so hoffen wir auf eine breite, vielfältige Teilnahme, auf dass sich neue überraschende Ideen in den vier Wochen entwickeln … wir wollen ja auch nicht direkt die ganze Welt retten, aber allein das Gefühl, vermehrt im Kollektiv für eine nachhaltige und gerechtere Welt einzustehen, ist ein großer Anreiz!

 

Gemeinsam diskutieren und handeln für eine lebenswerte Zukunft in unserer Stadt.

 

Die Galerie Netzwerk glaubt daran!

 

 

Bettina Ghasempoor & Marc Kalbusch

 

18. Juni 2019

 

 

 

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Interna

Galerie Netzwerk

Räume der Kunst, der Kommunikation und des gesellschaftspolitisch-kulturellen Austausches.

 

In der Trierer Innenstadt, mitten in der Fußgängerzone, können seit über einem Jahr Besucher wie Einheimische einen Ort entdecken, der sie mit auf Reisen nimmt. Die monatlich wechselnden Ausstellungen werden von sehr unterschiedlichen Künstlern, kreativen Menschen und ihren persönlichen Interaktionen getragen - solch eine Galerie zu führen ist eine Herzensangelegenheit.

 

Nicht der kommerzielle Aspekt ist die treibende Kraft, sondern der Wunsch seiner Stadt eine Adresse zu bieten, die überwiegend regionalen Künstlern die Möglichkeit gibt, ihre künstlerische Botschaft mitteilen zu können. Ein Austausch entsteht, um Menschen miteinander zu vernetzen und die Kunst zu fördern. Eine interessante Kunstausstellung ist immer Ansporn und Inspiration und dies soll weitergetragen werden ... wieder kann etwas Neues entstehen.

 

Kunst soll bewegen, zum Nachdenken anregen und Menschen zusammenbringen, daher ist der Wunsch, anspruchsvolle Werke zu zeigen, entsprechend groß. Die Künstler selbst sind in der Regel während der Ausstellungszeit anwesend und können direkt von ihren Arbeiten erzählen. Denn zeitgenössische Kunst ist nicht unbedingt einfach zu verstehen und es braucht Zeit und Interesse, sich damit auseinanderzusetzen. Diese Zeit kann man sich hier nehmen, auch weil viele zusätzliche Veranstaltungen diesen Austausch fördern. Ob Live-Musik, Lesung, Diskussionsrunde, Führung, Kurse, ... es passiert immer etwas in der Neustraße 10 - die Künstler werden ermutigt, sich etwas einfallen lassen, um den Kunstgedanken und ihre Werke bestmöglich zu vermitteln.

 

Natürlich soll auch die Sammelleidenschaft der Besucher geweckt werden, damit der Künstler eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit erlangen kann. Kein leichtes Unterfangen in heutigen Zeiten. „Kultur ist das Herz einer Gesellschaft“ - diese Botschaft sollte wieder stärker ins Bewusstsein rücken, auch deshalb möchte die Galerie Netzwerk für Trier ein offener Ort der kulturellen Begegnung sein, für jedermann. Das Programm der Galerie ist nicht auf Gefälligkeit ausgerichtet, sondern soll die ganze Bandbreite künstlerischen Schaffens reflektieren, die Kontroversen nicht ausschließen, politische und soziale Standpunkte aufgreifen und hinterfragen. Jedoch ist nicht die vordergründige Provokation des Publikums Programm, sondern es geht uns stets um die bewusste Erweiterung menschlicher Rezeption.

 

Wer neugierig ist und die geöffnete Eingangstür hinter sich gelassen hat, wird einen Gegenpol zur heutigen schnelllebigen Konsumgesellschaft entdecken - tatsächlich ist die Hemmschwelle für viele immer noch groß, eine Kunstgalerie zu betreten - umso überraschter und interessiert sind die Gäste anschließend. Hinter dem vorderen Galerieraum befinden sich noch zwei weitere Ausstellungsräume, die in einen reizvollen Stadtgarten münden, der zum Verweilen einlädt, zum gegenseitigen Kennenlernen und Diskutieren. „Großstadtflair“ und „Wohlfühloase“, die Besucher sind begeistert und versprechen wiederzukommen, auch um die Gespräche fortzuführen. Und dabei geht es nicht immer nur um die Ausstellungsstücke oder Kunst allgemein. Gesellschaftspolitik, Stadtentwicklung, Klimakrise, ... die Themen sind vielfältig - die Galerie Netzwerk tritt bewusst unabhängig, unangepasst und kontrovers auf.

 

Die Galerie selbst, in der Vielfalt ihrer Ausstellungsflächen, ist kein statisch festgezurrtes Gebilde, sondern entwickelt sich ständig weiter, es wird umgestaltet, der Garten und Gartenhaus können gleichfalls als Ausstellungsfläche einbezogen werden. Der Kooperation mit anderen ortsansässigen Galerien oder Vereinen stehen wir sehr positiv gegenüber; auch als Mitorganisator an anderen Orten könnte eine Beteiligung stattfinden.

 

Gerne zeigen wir in Zukunft auch Werke von gestandenen, älteren Künstlern, die auf ein bedeutendes Lebenswerk zurückblicken können. Aber andererseits ist es ein besonderes Anliegen der Galerie, jungen Menschen den Zugang zum Kunstmarkt zu erleichtern und so bemühen wir uns, aufstrebenden Talenten schon recht frühzeitig adäquate Ausstellungsmöglichkeiten anzubieten. So ist es auch Ziel, als kulturelles Aushängeschild einer Fachhochschule oder Universität aufzutreten, ohne auch hier unsere Unabhängigkeit und Identität zu verlieren.

 

 

 

 

Kultur als Standortfaktor. Kultur wirkt förderlich für die gute Reputation, für Sympathie und Glaubwürdigkeit. „Im Gegensatz zur Wirtschaft ist die Kultur, eine Bereicherung für jedermann!“

 

 

 


Photo: Andreas Hamacher