Galerie Netzwerk

 

 

Philosophie der Galerie

 

 

Gewisse Träume trägt man oft ein halbes Leben oder gar länger mit sich herum

 

Anderen Künstlern eine Plattform zu bieten, um ihre Werke einem größeren Publikum zu präsentieren ist mit Sicherheit einer dieser sehr lang gehegten Wünsche. Angefangen hat es schon Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts, als sich in Luxemburg eine Handvoll junger Fotografen zusammengeschlossen haben, um die Fotografie als Kunstform zu fördern, Ausstellungen zu organisieren oder gar eine Fotogalerie zu eröffnen. Wie bei vielen kollektiven Ideen hat sich auch diese Initiative nach ein paar Jahren entzaubert, die Mitglieder haben sich langsam auseinandergelebt und sich aus den Augen verloren.

 

Der Initialgedanke und die gesteckten Ziele sind jedoch über die Jahrzehnte nicht erloschen. Die Malerei, Skulptur, Architektur haben mein privates Schaffen und Interessengebiet erweitert. Deshalb gebar auch irgendwann der Wunsch von einem größeren Atelier, wo dann auch die Möglichkeiten bestehen würden, kleine Ausstellungen zu organisieren.

 

Kunst ist vor allem Kommunikation, die Möglichkeit, sich mit anderen Menschen über mannigfaltige Bereiche des Lebens auszutauschen, diese zu visualisieren. Dennoch sollte für mich immer ein Bezug bestehen zwischen den Themen, welche bearbeitet werden und den Besuchern.

 

Der Name Netzwerk steht für gegenseitige aktive interkulturelle Vernetzung.

 

Andere Sehensweisen, Herangehensweisen, Infragestellungen, das sollte schon sein, auch ein gewisses politisches Engagement kann nicht ausgeschlossen werden.

 

Keine klassisch private Galerie im herkömmlichen Sinne … die Kunst und Kultur sind vielmehr der Vermittler zwischen den Menschen. Aber auch kein Mittel zum Zweck, sondern ein eigenständiges Ausdrucksmittel, der für viele Menschen ein unausweichliches Schaffen darstellt.

 

Ein Ort der eher leisen Töne, der Zwischentöne, vornehmlich mit moderaten Versprechen. Keine musealen Gebärden. Auch die Bearbeitung aktueller Themen, ohne schreierisch zu agieren. Oder anders formuliert, ein sehr lebendiger, warmer Schaffensraum. Eine Keimzelle, dabei eher alternativ modern, nicht perfekt, aber auch von ästhetischer Qualität.

 

Der Ort soll allen kreativen Menschen die Möglichkeit, eine Plattform, bieten, mit anderen Menschen in Verbindung zu treten. Er soll vor allem eine Lücke schließen, um eigene, persönliche Ausstellungen zu organisieren, mit hohem Qualitätsanspruch. Ein Ort des Begegnens, des Austauschs. Raum, um neue Erfahrungen zu sammeln, um mit anderen Sichtweisen konfrontiert zu werden.

 

Galerieräume, die aber auch immer wieder einer stetigen Veränderung unterliegen, kein steriler Ort, sondern praktisch ein Labor zum Austesten. Er wendet sich vornehmlich an Künstler aus der Region, aber diese darf sich ruhig ausdehnen und bis nach Saarbrücken, Metz, Luxemburg, Koblenz, Wallonien erstrecken.

 

Immer noch selbst im Berufsleben stehend, ist das kulturelle Betreiben dieser Räume aber sogleich schon ein Projekt für die Phase, wo mir mehr Zeit zur Verfügung stehen wird. Deshalb betreibe ich im Moment die Räume eher reduziert, ohne allzu große Werbung. Eine Phase des Austestens.

 

So erklärt es sich, dass ich nicht mit einem klar definierten Programm oder Konzept gestartet bin, sondern teste aus was geht und was nicht.